Sportliche Herausforderungen sind bei vielen Jugendlichen ein beliebter Nervenkitzel. Dazu zählt auch die Bergabfahrt in schwierigem Gelände. Nicht die rasante Abfahrt auf der Bergstraße mit dem Rennrad, sondern abseits von den Straßen, möglichst mit hohem Schwierigkeitsgrad der Strecke. Dazu braucht man dann spezielle Geräte, und solche sind die Downhill Bikes.
Wie der Name schon sagt, sind sie für die Bergabfahrt gedacht. Es sind Mountain Bikes für extreme Beanspruchung. Da ist noch mehr Federweg gefragt, noch stärkere Bremsen, noch steifere Rahmen. Mit einer Schaltung, die ebenfalls auf diese Belastungen ausgerichet ist, aber mit weniger Gängen wie etwa bei einem Straßen-Rennrad auskommt. Dafür brauchen Downhill Bikes aber weder straßentauglich noch darauf ausgerichtet zu sein, auch bergauf gefahren zu werden.
Das ist bei der Ausstattung meist nicht möglich, zumal man bei Downhill Bikes nicht so auf das Gewicht achten muss. Bergab ist ein höheres Gewicht nicht unbedingt ein Nachteil, bergauf natürlich schon. Auch die Sitzposition des Fahrers ist der Aufgabe gemäß „hecklastig“. Damit ist er aber nicht in der Lage, für eine Bergauffahrt genügend Kraft auf die Pedale zu bringen.
Downhill Bikes können aber nicht einfach in freiem Gelände eingesetzt werden. Das würden viele Naturschützer sehr übel vermerken. Deshalb gibt es spezielle Parks, die entsprechende Strecken für diese Disziplin anbieten. Wie für die Skifahrer gibt es dort auch für die Downhill Biker den Sessellift mit Fahrradhaken, damit man bequem nach oben gelangen kann.
Natürlich könnte man auch eine bergab führende Wanderstrecke benutzen. Doch ist dies wegen entgegenkommender Wanderer viel zu gefährlich, und es würde ohnehin keinen Spaß machen, wenn man im Schongang nach unten bummelt. Wer Downhill Bikes fährt, will mehr Nervenkitzel. Da muss eine Strecke her, die technische Schwierigkeiten für die Abfahrt bietet. Schließlich kommt es darauf an, möglichst schnell nach unten zu kommen.
Dafür gibt es nicht nur die Abfahrt zum eigenen Nervenkitzel, sondern auch die Abfahrt im Wettkampf. Zwar ist Downhill Biking noch keine olympische Disziplin, aber wer weiß? Die Abfahrt im Schnee hat es ja schon so weit gebracht, und die Abfahrt mit dem Rad dürfte kaum weniger anspruchsvoll sein.
Zu den Downhill Bikes gehört deshalb auch die entsprechende Schutzausrüstung für den Fahrer. Integralhelm, Nackenstütze, Brust- und Rückenpanzer, verstärkte Handschuhe und Protektoren an Handgelenken, Ellbogen, Knie und Schienbein sind Pflicht, wenn man an einem Downhill Rennen teilnehmen möchte. Trotzdem sind Knochenbrüche, Bänderrisse und andere schwere Verletzungen nicht ausgeschlossen.
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